Klumpfuß im Kindesalter
In den meisten Fällen wissen die werdende Eltern bereits während der Schwangerschaft durch die mittlerweile weit verbreitete und angewandte Feindiagnostik, dass ihr Kind mit Klumpfüßen zur Welt kommen wird.
In einem solchen Fall sollten Sie sich eine Entbindungsklinik mit einer stetig verfügbaren Orthopädischen Abteilung, wie z.B. das Städtische Klinikum Dresden-Friedrichstadt, wählen, um möglichst von Geburt an eine optimale Betreuung zu gewährleisten.
Nach der Geburt wird so rasch es geht mit einer speziellen Gipsbehandlung begonnen.
Besonders in den letzten Jahren hat sich die Behandlung des angebohreren Klumpfußes wesentlich verändert. Wurden vor ca. 5 Jahren noch fast alle Klumpfüße operiert, so hat sich jetzt, auch im Stätischen Klinikum Dresden-Friedrichstadt, die "PONSETI"-Methode durchgesetzt. Bei dieser Behandlung kommt es darauf an, die Pathologie des Klumpfußes genau zu verstehen und die Deformität in einzelen Schritten aufzulösen und zu behandeln. Dadurch kann in der Regel eine größere Operation am kindlichen Fuß umgangen werden.
Die Behandlung erfolgt in der Regel mit einer Gipsredression, die möglichst rasch nach der Geburt begonnen wird. Die Gipsverbände werden in den ersten ca. 6 Wochen einmal wöchentlich gewechselt. Danach erfolgt, meist unter örtlicher Betäubung, eine "Mini"-Operation mit Durchtrennung der Achillessehne, die jedoch in den kommenden Wochen in optimierter Position wieder verwächst. Daran schließt sich ein 3-wöchiger Gips an. Nach der Gipsruhigstellung werden die Füße in einer Spezialschine fixiert, die die ersten 4 Monate ständig und anschließend nur noch nachts getragen werden muss. Die Kinder können somit normal krabbeln und auch laufen lernen und werden in ihrer körperlichen Entwicklung nicht beeinträchtigt. Eine "große" Operation mir Vollnarkose müssen die Kinder meist nicht mehr über sich ergehen lassen.
Die Ponseti-Methode kann auch bei bereits mit anderen Behandlungsverfahren behandelten Kindern oder bei anderen Gründen der Deformität im höheren Kindesalter eingesetzt werden.
In Einzelfällen führt die Ponseti-Methode nicht zum gewünschten Erfolg. Dann muss eventuell noch immer operiert werden.
Bei speziellen Fragen können Sie sich gern in unserer Kinderorthopädischen Sprechstunde mit dem Schwerpunkt Klumpfuß vorstellen.
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| Gipsbehandlung nach PONSETI |
AlfaFlex-Lagerungsschiene |
Wenn operiert werden muss:
Wenn eine reine physiorherapeutische und Redressionsbehandlung (durch Gipsbehandlung oder Lagerungsschienen) nicht ausreicht, muss der oder die Füße operiert werden.
Dies geschieht normalerweise zeitigstens im Alter ab ca. 6 Monaten. Dabei werden die Kapselverwachsungen gelöst und die verkürzten Muskeln auf der Fußinnen- und Rückseite verlängert.
Der dafür notwendige stationäre Aufenthalt beträgt ca. 5-7 Tage, je nach Schwellungsneigung des Fußes. Die Kinder, und bei Bedarf auch die Eltern, werden in der Neugeborenenabteilung in der Frauenklinik untergebracht.
Nach der Operation macht sich wieder eine etwa 6-wöchige Gipsruhigstellung notwendig. Anschließend werden Unterschenkellagerungsschienen angefertigt, mit denen das Kind laufen lernen kann.
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