Spezialgebiete

Knick-Senk-Fuß

Der Knick-Senk-Fuß ist die häufigste Fußdeformität. Im Kindesalter gehört er zur physiologischen Schwankungsbreite der Fußform. Bei einer Persistenz über das 7.-9. Lebensjahr ist jedoch einer Therapie notwendig.

 

Kinderfuß im Alter von 16 Monaten

Pedobarographie eines Kleinkindes: deutlich sichtbar, die noch fehlende Ausbildung  der Fußgewölbe

Beim Jugendlichen und Erwachsenen entsteht ein Knick-Senk-Fuß mit Abflachung des Längsgewölbes und Abknicken des Rückfußes infolge von:

  • geschwächtem Bandapparat (Missverhältnis zwischen Belastung und Tragfähigkeit)
  • Muskelungleichgewichten
  • rheumatischer Grunderkrankung
  • Knochenbrüchen und Verletzungen

Bei schmerzhaften Beschwerden muss die Notwendigkeit einer Operation abgeklärt werden. Dabei stehen folgende Möglichkeiten zur Verfügung:

  • Band- und Sehnenplastiken
  • knöcherne Korrekturen
  • Einbringen von Schrauben außerhalb des Gelenkes zur Aufrichtung des Fußes

ausgeprägter Plattfuß Implantation einer Kalix-Schraube zur Aufrichtung des Rückfußes


Die jeweilige Therapieform muss jeweils individuell entscheiden werden.

Bei schweren Rückfußveränderungen kommen mitunter nur gelenkversteifende Eingriffe infrage:

prätalare Arthrodese
subtalare Arthrodese
Triple-Arthrodese
pantalare Arthrodese

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Fersenschmerz

Der Fersenschmerz tritt  zum einen in bestimmten Wachstumsphasen, aber auch  bei knöchernen Veränderungen bzw bei Nerveneinengungen auf.

Ursachen:

Knöchern:

  • Haglundexostose
  • Schleimbeutelentzündung
  • Entzündung des Ansatzes der Achillessehne

 

Nervenkompression:

  • Tarsaltunnelsyndrom


Fersensporn = plantare Fasziitis


Therapie:

Die Domäne der Therapie beim Fersenschmerz ist konservativ. Dabei kommt die Anpassung der Belastung, Orthopädische Schuhversorgungen mit Schuhzurichtung wie Fersenkeil, Pufferabsatz, Absatzerhöhung zur Anwendung. Eine Ergänzung stellt die physkalische Therapie mit Ultraschall, Elektrotherapie, Dehn- und Kräftigungsübungen. Weiterhin kommen mitunter lokale Infiltrationen, Medikamente und Verbände in Frage.

Erst nach länger erfolgloser konservativer Therapie besteht die Notwendigkeit einer Operation:

  • Resektion der Haglundexostose
  • Schleimbeutelentfernung
  • Entfernung von verändertem Gewebe innerhalb der Achillessehne
  • Dekompression des N. tibialis und seiner Endäste

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