Spezialgebiete

Sprunggelenkserkrankungen

Das obere Sprunggelenk ist eines der am stärksten belastetsten Gelenke der unteren Extremität. Eine Kraft von ca. dem 5-7fachen des eigenen Körpergewichtes wirken beim normalen Abrollvorgang des Fußes auf die Gelenkflächen ein. Nur durch seine einzigartige Form und eine straffe Kapsel- und Bänderführung kann es dies tolerieren.

Erkrankungen des oberen Sprunggelenkes:

  • primäre Arthrose
  • Arthrose oder Deformitäten als Folge von Verletzungen oder Unfällen
  • Rheumatoidarthritis
  • Instabilitäten
  • aseptische Knochennekrosen
  • neurogene Osteoarthropathien
  • Infektionen

Röntgenbilder einer Arthrose im oberen Sprunggelenk MRT einer Arthrose im oberen Sprnggelenk

Behandlungsmöglichkeiten

Besonders für die Arthrose des oberen Sprunggelenkes gibt es heute eine Reihe von Behandlungsmöglichkeiten. Versagen die konservativen Therapien, haben sich zwei Verfahren etabliert. Zum einen hat sich über viele Jahre die Versteifung des oberen Sprunggelenkes bewährt. Dem deutlichen Funktionsverlust stand die weitgehende Schmerzfreiheit gegenüber. In den letzten Jahren wurde mit der Möglichkeit des endoprothetischen Ersatzes eine ausgesprochen gute funktionserhaltende Alternative entwickelt.

Beide Verfahren werden, je nach Krankheitsbild und lokalen Gegebenheiten, in unserer Klinik sehr erfolgreich angewandt.


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Arthrodese des oberen Sprunggelenkes (Versteifung):

Die Versteifung des oberen Sprunggelenkes kommt vor allem bei schweren fortgeschrittenen Arthrosen, deutlichen Fehlstellungen nach Unfällen, teils mit Infektionen, schweren Nervenstörungen, komplexen Instabilitäten und bei schweren rheumatischen Veränderungen in Frage.

Der Funktionsverlust, den das Vereinigen zwischen Tibia und Talus mit sich bringt, wird teilweise von den angrenzenden Gelenken  übernommen. Eine elegante und unauffällige Schuhzurichtung übernimmt den restlichen Funktionsausfall.

vorher nachher

Nach der Operation ist in der Regel nach Abschluss der Wundheilung eine Kunststoffgipsruhigstellung für ca. 8-10 Wochen (bis zur knöchernen Ausheilung) notwendig. Danach können sie wieder in Ihrem normalen Schuhwerk, erweitert durch eine Abrollhilfe, schmerzfrei laufen.


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Sprunggelenksendoprothese:

Der endoprothetische Ersatz des oberen Sprunggelenkes hat in den letzten Jahren enorme Fortschritte erzielt. Sie wird am besten bei mittelschweren Arthrosen mit noch relativ gut erhaltener Restbeweglichkeit eingesetzt.

vorher nachher

Nach Abschluss der Wundheilung ist auch bei der Sprunggelenksendoprothese eine Kunststoffgipsbehandlung für ca. 4 Wochen notwendig. Im Anschluss wird durch intensive physiotherapeutische Behandlungen die Beweglichkeit des Gelenkes verbessert, so dass das Laufen in normalem Schuhwerk wieder schmerzfrei möglich ist.


Bandinstabilitäten am oberen Sprunggelenk

Bandinstabilitäten entstehen häufig nach Unfällen bei denen der seitliche Halteapparat des oberen Sprunggelenkes überdehnt oder gerissen ist. Aber auch angeborene Bindegewebsschwächen können zu diese Beschwerden hervorrufen.

Konservative Behandlungen wie stabilisierende Schienen oder Stützverbände sowie physiotherapeutische Beübungen zur Kräftigung der umgebenden Muskulatur führen häufig nicht zu einer langfristigen Stabilisierung.

Instabilität des oberen Sprunggelenkes

In solchen Fällen favorisieren wir die anatomische Rekosntruktion des seitlichen Halteapparates des oberen Sprunggelenkes, um eine, duech die Instabilität entstehende Arthrose des oberen Sprunggelenkes aufzuhalten. Dazu wird eine Teil einer äußeren Unterschenkelsehne (M. peroneus brevis) herausgelöst und anstelle des lockeren, bzw. gerissenen Bandes eingesetzt.

Nach einer Gipsruhigstellung von 6 Wochen und Einheilung des neuen Bandes ist die Stabilität des oberen Sprunggelenkes wieder weitgehend hergestellt.

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