Informationen zur stationären Aufnahme

Sehr geehrte Patientin, sehr geehrter Patient!

Sie sind von Ihrem ambulanten Arzt in unsere stationäre Betreuung eingewiesen worden. 

Von uns haben Sie in einer der Sprechstunden einen Termin für die stationäre Aufnahme erhalten. Im Normalfall ist der Aufnahmetag für die Vorbereitungen der eventuell geplanten Operation vorgesehen. Standardmäßig werden an diesem Tag die ärztliche Aufnahmeuntersuchung, die Aufklärung für die vorgesehene Operation, die Erläuterung der möglichen alternativen Behandlungenderen, die Aufklärung über die notwendige Narkoseform durch den Narkosearzt, Labor- und eventuell Röntgenuntersuchungen sowie weitere, vielleicht notwenige Untersuchungen, durchgeführt.

Um einen reibungslosen Ablauf zu gewährleisten, möchten wir Ihnen zusätzlich einige Hinweise zur Organisation geben:

Die Anmeldung erfolgt in der Krankenhausaufnahme im Haus C - Erdgeschoss oder im Haupteingangsgebäude, Haus A. (Lageplan)

Zur Abwicklung der Aufnahmemodalitäten benötigen Sie:

  • Personalausweis
  • Chipkarte der Krankenkasse
  • Einweisungsschein (Verordnung von Krankenhausbehandlung) - wird meist vom ambulanten Arzt oder in einer der Klinikambulanzen ausgestellt.

Sie können sich auch schon einige Tage vor der stationären Aufnahme voranmelden. Das spart Zeit und Nerven am eigentlichen Aufnahmetag. Weitere Informationen zur Voranmeldung finden Sie hier.

Ebenfalls können Sie sich schon einige Tage vor dem Aufnahmetermin in der Narkoseambulanz vorstellen. Zum vereinbarten Termin bespricht ein Narkosearzt (Anästhesist) mit Ihnen das für Sie am besten geeignete Anästhesieverfahren und erläutert Vor- und Nachteile sowie eventuelle Risiken der Narkose. Termine können Sie unter (0351) 480 1670 vereinbaren.

Bei Vorliegen von Herz-Kreislauferkrankungen, Krankheiten der Atemwege oder der Nieren sowie bei Diabetes mellitus und Schilddrüsenerkrankungen stellen Sie sich bitte einige Wochen zuvor dem behandelnden ambulanten Arzt zur Kontrolle und evtl. Optimierung der Behandlung vor, um das Operationsrisiko möglichst gering zu halten. In solchen Fällen ist ein kurzer ärztlicher Befundbericht sehr hilfreich.

Die Haut sollte wegen der Gefahr einer Infektion der Operationswunde keine Infekte aufweisen und besonders im Operationsgebiet frei von Schorfen oder anderen Defekten sein.

Um unnötige Doppeluntersuchungen zu vermeiden und zur schnelleren Beurteilung der Operations- und Narkosefähigkeit bitten wir Sie, alle bereits vorhandenen Befunde mitzubringen (auch zur evtl. vorzeitigen Vorstellung in der Narkoseambulanz). Dies umfasst zum Beispiel:

  • Röntgen des Thorax (Lunge)
  • Röntgen des Stütz- und Bewegungsapparates
  • EKG
  • Echokardiografie
  • Koronarangiografie (Herzkatheter)
  • Lungenfunktionsuntersuchung
  • CT, MRT, Szintigrafie

Sollten Sie spezielle Medikamente einnehmen, welche die Blutgerinnung beeinflussen (Thrombozytenaggregationshemmer) oder die den Blutzuckerspiegel bei Diabetes mellitus regulieren (Biguanide), müssen diese, in Absprache mit dem Hausarzt, 10 Tage (Gerinnungsmedikamente) bzw. 2 Tage (Diabetesmedikamente) vor der stationären Aufnahme pausiert bzw. auf andere Medikamente umgestellt werden. Bei Falithrompatienten (Einnahme von Falithrom oder Marcumar - "künstliche Bluter") sollte bei Aufnahme der Quickwert mindestens 70% betragen. In der Regel muss das Falithrom durch tägliche Heparininjektionen ersetzt werden. Nähere Informationen hierzu erhalten Sie von Ihrem Hausarzt.

Bringen Sie bitte weiterhin all Ihre aktuellen Medikamente mit Beipackzettel oder Originalverpackung zur stationären Aufnahme mit. So können bei kurzfristiger Nichtverfügbarkeit eine kontinuierliche Verabreichung gewährleistet und Verwechslungen vermieden werden.

Wenn alle Voraussetzungen erfüllt und die notwendigen Vorbereitungen abgeschlossen sind, werden Sie am Folgetag operiert. Dieser Termin kann sich in Einzelfällen durch Notfälle oder organisatorische Gegebenheiten kurzfristig verschieben.

Im Normalfall kommen Sie nach der Operation wieder auf Station zurück und werden dort für 24 Stunden mittels Monitoring intensiv überwacht. Bei komplizierteren Eingriffen oder deutlich erhöhtem Operationsrisiko übernimmt die Versorgung eine der Intensivstationen (Station 26 oder Station 27). Sobald sich Ihr Gesundheitszustand stabilisiert hat, werden Sie wieder auf die ursprüngliche Station verlegt. Dort erfolgt dann die weitere Behandlung und Pflege incl. Physiotherapie.

Je nach Eingriffsart, z.B. bei der Implantation einer Hüft- oder Kniegelenkstotalendoprothese, besteht in einigen Fällen die Möglichkeit einer stationären oder ambulanen Anschlussheilbehandlung. Diese wird durch unseren Sozialdienst bei dem zuständigen Kostenträger umgehend beantragt.

Nach Abschluss der stationären Behandlungsnotwendigkeit bei uns werden Sie rasch wieder in die Häuslichkeit entlassen oder können die Anschlussheilbehandlung antreten. Eine Direktverlegung in eine der entsprechenden AHB-Einrichtungen ist, aufgrund der auch dort bestehenden begrenzten Aufnahmekapazitäten, nicht immer möglich. In solchen Fällen ist eine zwischenzeitliche Entlassung nach Hause unumgänglich.

Die weitere Behandlung übernimmt im Regelfall dann wieder Ihr ambulanter Orthopäde.

Das gesamte Team der Klinik für Orthopädie des Städtischen Klinikums Dresden-Friedrichstadt wünscht Ihnen eine schnelle Genesung.

Diese Informationen können Sie als pdf-Datei downloaden.

Weitere Informationsblätter:

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