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Vertebro- und Kyphoplastie
Kurzinformation:
Operationsindikation:
Schmerzhafte Frakturen der Wirbelkörper z.B. bei einer Osteoporose
Operationstechnik:
Vertebroplastie:
Kyphoplasie:
-
Minimalinvasive (Knopflochtechnik) Punktion des betroffenen Wirbelkörpers unter Röntgenkontrolle, Einbringen eines Ballonkatheters, Aufdehnen des Wirbelkörpers und Einspritzen von Knochenzement zur internen Stabilisierung.
Länge des stationären Aufenthaltes:
4-10 Tage
Nachbehandlung:
Physiotherapie, Behandlung der Grunderkrankung, evtl. Stützmieder
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osteoporotischer Wirbelkörperbruch |
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Ausführliche Informationen zur Vertebro- und Kyphoplastie:
Die Osteoporose ist eine, in der Häufigkeit zunehmende Knochenerkrankung des vorwiegend älteren Menschen. In 90 % der Fälle sind Frauen betroffen. Wesentlich ist die Reduzierung der Knochendichte und die daraus folgende Abnahme der Stabilität der Knochen. Hieraus ergibt sich für die betroffenen Patienten ein hohes Risiko für Knochenbrüche ohne Unfall oder Sturz. Das typische Bild der Osteoporse ist der s.g. „Wittwenbuckel“. Ursache ist die fortschreitende Verschmälerung (Sinterung) der Wirbelkörper. Auf dem Röntgenbild erscheinen diese als Keil- oder Fischwirbel. Neben der operativen Behandlung ist bei nachgewiesener Osteoporose immer eine medikamentöse Therapie notwendig.
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Operationsindikation:
Kommt es im Rahmen der Osteoporose zu Einbrüchen einzelner Wirbelkörper und bestehen starke Rückenschmerzen, die auch unter medikamentöser Behandlung der Osteoporose, zusätzlichen Schmerzmitteln und Krankengymnastik keine Besserungstendenz zeigen, kann eine Vertebroplastie oder Kyphoplastie eine deutliche Besserung der Symptomatik bis hin zu völliger Schmerzfreiheit erreichen.
Neben der klassischen Indikation bei Osteoporose ist eine Zementversteifung des Wirbelkörpers auch bei Schmerzen auf Grund von Tumorabsiedelungen (Metastasen) an der Wirbelsäule einsetzbar.
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Operationstechnik:
Ziel ist es, den strukturgeschädigten / gebrochenen Wirbelkörper durch Einspritzen von Knochenzement zu stabilisieren und so die Schmerzen zu lindern und ein Fortschreiten der Wirbelsinterung zu reduzieren. Die Operation erfolgt in Bauchlage in örtlicher Betäubung oder Vollnarkose. Der betroffene Wirbel wird mit Hilfe eines Röntgengerätes exakt lokalisiert und anschließend über einen ca. 1 cm langen Hautschnitt mittels einer dicken Kanüle punktiert. Bei der Vertebroplastie wird jetzt über diese Kanüle ein dünnflüssiger Knochenzement injiziert welcher sich im Wirbelkörper verteilt und innerhalb von ca. 7-10 min fest wird. Die Nadel kann dann entfernt werden. Bei der Kyphoplasie wird nach Punktion des Wirbelkörpers in der Regel von links und von rechts ein Ballonkatheter eingeführt. Dieser wird mittels einer Handpumpe mit Kontrastmittel aufgefüllt, so dass sich der zusammengedrückte Wirbel im günstigsten Fall wieder aufrichten lässt. Anschließend wird der Ballon entleert, wieder entfernt und der geschaffene Hohlraum ebenfalls mit Knochenzement aufgefüllt.
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Länge des stationären Aufenthaltes:
Die Operationsvorbereitung / Durchführung und stationäre Nachbehandlung ist innerhalb von 4-6 Tagen abgeschlossen. In den meisten Fällen jedoch ist vor der Operation die Durchführung verschiedener Untersuchungen zur genauen Klärung der Ursache und der Versuch einer konservativen Therapie notwendig. Demzufolge beträgt der durchschnittliche Aufenthalt in der Klinik zwischen 6 und 10 Tagen.
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Nachbehandlung:
Die Nachbehandlung umfasst in erster Linie die regelmäßige Kontrolle der Knochendichte (aller 2 Jahre), eine medikamentöse Therapie gegen die Osteoporose und Physiotherapie. Wichtig ist das Vermeiden von Belastungen der Wirbelsäule (Einkaufstasche…) und die Entfernung aller Sturzursachen (Teppiche, Läufer etc.) in der Wohnung.
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